Fallbericht: Hefebrotteig-Toxizität bei Haustieren

Hefeteig ist eine Gefahr für Haustiere, die ihn in großen Mengen verzehren. Die Risiken sind zweifach. Das erste Risiko besteht darin, dass der Teig nach der Einnahme aufgehen und Darmverschluss verursachen kann. Zweitens kann die Hefe Zucker fermentieren, was beim Tier ein sekundäres Problem der Ethanolvergiftung (Alkoholvergiftung) hervorruft.

Ahna Brutlag, DVM, und Justine A. Lee, DVM, DACVECC, haben diesen Fallbericht vorgelegt, um die Besitzer über die Gefahren von Hefeteig für Haustiere aufzuklären.

Von der Pet Poison Helpline

'Shorty', eine siebenjährige männliche (kastrierte) Hauskatze aus Kurzhaar, nahm ein tischtennisgroßes Stück Hefebrotteig zu sich. Etwa 5 bis 6 Stunden später bemerkte Shortys Besitzer, dass er sabberte und träge war.

Sie rief die Pet Poison Helpline an und wurde darauf hingewiesen, dass Hefeteig in der warmen Magenumgebung möglicherweise weiter aufgehen kann. Daher besteht für ihre Katze möglicherweise die Gefahr einer Darmbehinderung. Außerdem kann die fermentierende Hefe bei Tieren eine Ethanol- (Alkohol-) Vergiftung verursachen.

Shorty wurde zu seinem Tierarzt gebracht. Röntgenaufnahmen des Abdomens zeigten eine große Menge an Material im Magen und die Katze hatte Anzeichen von Alkoholtoxizität (schwankend, lethargisch, Sabbern / Übelkeit usw.).

Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde Shorty zur Operation gebracht, wo eine sehr große Menge Teig aus seinem Magen entfernt wurde. Seine Alkoholvergiftung wurde mit intravenösen Flüssigkeiten behandelt und die Blutwerte überwacht (Blutzucker, Chemie-Panel usw.). Zum Glück erholte er sich ereignislos.